Fritz Oberleitner

Oberleitners Malerei dreht sich um das subtile Zusammenspiel von Sehen, kognitiver Verarbeitung und den fragmentierten Informationen, aus denen unsere Wahrnehmung die Realität konstruiert. Er fängt flüchtige Momente und zeigt wie diese sich in für uns bedeutungsvolle Gedankengänge verwandeln. 

Seine figurative Malerei geht über die reine Darstellung hinaus – sie wird zum Medium eines „visuellen Denkens“, in der Wahrnehmung und Reflexion verschmelzen. In einer eigens dafür entwickelten Perspektive transformiert er diesen Denkprozess in eine visuelle Struktur, die nicht nur die äußere Welt abbildet, sondern auch die Mechanismen hinter ihrer Wahrnehmung offenlegt.

walking on the bottom of the pool

2019            H  161 x 150 cm  /  H  63 x 59  "                  acrylic on plexiglass

Seine figurative Malerei macht den Denkprozess sichtbar – ein „visuelles Denken“, das reflektierte Wahrnehmung und in einer eigens entwickelten Perspektive neu ordnet. Die Realität wird nicht nur abgebildet, sondern hinterfragt und transformiert. Flüchtige Momente verdichten sich zu einer Bildsprache, die die Grenze zwischen Wahrnehmung und Interpretation verschwimmen lässt und den Betrachter in einen aktiven Dialog mit dem Gesehenen einlädt.

   Oase and Paradies
 

 2026                 H  100 x 100 cm  /    H   39,37 × 39,37 ''         Oil on canvas 

To get lucky


2026                 H  100 x 100 cm  /    H   39,37 × 39,37 ''         Oil on canvas 

 All you can taste is this moment 



2026                 H  100 x 100 cm  /    H   39,37 × 39,37 ''         Oil on canvas 
           

 

Rape of Europa in 2022, inspired by the old Masters 

   

2022                 H  110 x  130 cm  /  H 43,3 x 51,2 ''       acrylic on canvas             



 hurt woman


 2021                H  126 x 125 cm   /  H 50 x 50 "                 acrylic on plexiglass

Perspektive / Raumdarstellung

Um dieses Konzept zu vertiefen, entwickelt Oberleitner eine Perspektive, die nicht an die klassischen Regeln der Raumkonstruktion gebunden ist. Stattdessen entspringt sie der subjektiven Wahrnehmung – einer autonomen, inneren Perspektive, die sich aus den mentalen Bewegungen des Gesehenen formt. In seinen Werken entsteht ein Raum, der nicht nur abbildet, sondern erlebbar macht, wie sich die Realität in unserem Bewusstsein stetig neu zusammensetzt.

 hurt and help


 2024            H 134 x 165 cm  / H  53 x 65 "           acrylic on aluminium plate   

Das sichtbare Abbild zerfällt in konkrete gedankliche Impulse, die Welt in persönlichen Vorstellungen übersetzen und wie ein visueller Strom von Gedanken entfaltet werden. Diese Fragmentierung eröffnet eine neue Wahrnehmungsdimension, in der die Momente nicht nur abgebildet, sondern in ihrer gedanklichen Essenz zergliedert werden. Die Bilder entstehen nicht als statische Darstellungen, sondern als fließende Prozesse, die die Wahrnehmung des Betrachters aktiv herausfordern und zum Mitdenken einladen. Sie eröffnen eine vielschichtige, offene Interpretation der Realität.

perspective 


2024                         H  117 x 170  cm  /  H  46 x 67  "                   acrylic on plexiglass

  Die Malerei wird somit zu einer Simulation, einem Abbild des Denkens in Bildern.

Lasurmalerei bei Fritz Oberleitner – Wahrnehmung in Bewegung

Fritz Oberleitner nutzt die Lasurtechnik, um Wahrnehmung als dynamischen Prozess erfahrbar zu machen. Transparente Farbschichten schaffen konkrete Bildräume, in denen Präsenz und Auflösung ineinandergreifen. 

Flüchtige Momente verdichten sich zu komplexen Bildgefügen, in denen Realität und subjektive Interpretation verschmelzen. Die Lasuren verleihen seinen Werken Tiefe und betonen die Fragilität des Gesehenen. So bleibt seine Malerei in ständiger Transformation – offen für neue Perspektiven .